„Die CDU bleibt bei ihrem Kurs, die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Land zu verunglimpfen“, kritisiert Andreas Stoch, Fraktionschef der SPD im Landtag: „Die Menschen arbeiten angeblich zu wenig, sind zu bequem und faul, wollen zum Zahnarzt oder irgendwann in Rente und jetzt werden sie auch noch zu oft krank.“

Stoch: „In Baden-Württemberg sind über 1000 Hausarztsitze unbesetzt, und es droht eine ganze Welle von Praxisschließungen, weil ein Viertel unserer Hausärztinnen und Hausärzte schon über 60 ist. Aber anstatt diese Mängel anzugehen, will die CDU den Praxen künftig noch mehr Menschen ins Wartezimmer stopfen, gerne mit ansteckenden Infektionen. Oder die Menschen sollen auch krank an den Arbeitsplatz, um andere anzustecken. All das wegen einer winzigen Minderzahl von Fällen, in denen sich Beschäftigte ohne guten Grund krankschreiben lassen?“

Stochs Fazit: „Nach der Logik der CDU müsste man den ADAC abschaffen, damit es weniger Autopannen gibt. Aber die pauschale Verunglimpfung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern macht nicht einen einzigen Menschen gesünder. Und gegen eine Grippewelle hilft keine Beschäftigtenbeschimpfung.“

Dr. Hendrik Rupp
Pressestelle

Ansprechpartner

Roland Klose
Berater für Sozial- und Gesundheitspolitik