MdL Martin Rivoir: „Wer jetzt bei innovativer Forschung kürzt, verdirbt die Saat, aus der später Nobelpreise sprießen könnten“

Die Übernahme der Sprachförderung für Vorschulkinder gefährdet nach Ansicht des Abgeordneten Martin Rivoir, wissenschaftspolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, die Finanzierung von innovativer Forschung. „Wer jetzt bei innovativer Forschung kürzt, verdirbt die Saat, aus der später Nobelpreise sprießen könnten“, sagte Rivoir.

Der eben ins Land gegangene Nobelpreis, verliehen für weit zurückliegende, aber unorthodoxe und in der Folgezeit bahnbrechende Forschung, weise auf eine fatale Wirkung dieser Kürzungen hin. „Die gestrichenen Fördermittel fehlen ausgerechnet jenen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die sich nicht auf den gut gepflasterten Hauptwegen tummeln, sondern die neue Pfade erkunden“, meinte Rivoir.

Der SPD-Politiker bekräftigte die erheblichen Vorbehalte gegen eine Übertragung der Sprachförderung auf die Landesstiftung. „Es ist schon schlimm genug, dass eine so wichtige Pflichtaufgabe wie die Sprachförderung nicht verlässlich und dauerhaft über den Haushalt finanziert wird. Dass ihre Übertragung auf die Landesstiftung ausgerechnet die innovative Forschung hart trifft, macht den Vorgang noch schlimmer“, sagte Rivoir.

Er meldete auch große Zweifel an, ob die im Endausbau 2011 vorgesehenen 14 Mio. Euro überhaupt ausreichen, um allen betroffenen Kindern eine adäquate individuelle Sprachförderung zukommen lassen zu können. „Es ist schon jetzt absehbar, dass die finanziellen Mittel mit den bildungspolitischen Notwendigkeiten nicht Schritt halten werden“, sagte Rivoir.

Martin Mendler
Stellv. Pressesprecher