Der SPD-Schulexperte Gerhard Kleinböck kritisiert die unzureichende Unterrichtsversorgung an den beruflichen Schulen. „Dass Grün-Schwarz an der Bildung spart und Lehrerstellen streicht, verschlechtert die Voraussetzungen für gute Bildung in Baden-Württemberg.“

Unter der früheren grün-roten Landesregierung hat SPD-Kultusminister Andreas Stoch das strukturelle Defizit an den beruflichen Schulen auf 1,5% gesenkt, nachdem die CDU jahrelang ein Unterrichtsdefizit von 4-5% zugelassen hatte. Mit der Streichung von 1074 Lehrerstellen, die insbesondere auch die beruflichen Schulen besonders hart trifft, schwächt die Landesregierung die beruflichen Schulen. Sie schadet damit einem der wichtigsten Bereiche im Bildungssystem Baden-Württembergs.

Wer in Sonntagsreden die Stärkung der beruflichen Schulen und die duale Berufsbildung hervorhebt, handelt in höchstem Maße widersprüchlich, wenn die Bedingungen für Lehrerinnen und Lehrer sowie Schülerinnen und Schüler an den beruflichen Schulen ständig verschlechtert werden. „Die Bildungspolitik der Landesregierung ist fast schon schizophren“, erklärt Kleinböck. Als Vorsitzende der Kultusministerkonferenz versuche sich Frau Eisenmann mit dem Thema berufliche Bildung zu profilieren, habe aber keinerlei Skrupel die beruflichen Schulen im eigenen Land ausbluten zu lassen.

Stuttgart, 24. April 2017
Heike Wesener, Stellvertretende Pressesprecherin

Ansprechpartner

Dr. Stefan Fulst-Blei
Stellvertretender Fraktionsvorsitzender Bildungspolitischer Sprecher

Désirée Grözinger
Beraterin für frühkindliche Bildung

Andreas Kenner
Sprecher für Jugend und Seniorenpolitik

Lisa Rößner
Beraterin für Bildung, Jugend und Sport