Bildungsexperte Stefan Fulst-Blei: „Für Kritik sind wir offen, aber nur Miesmachen nervt. Es ist an der Zeit, dass der VBE seine eindimensionale Wahrnehmung hinterfragt“
SPD-Bildungssprecher Stefan Fulst-Blei hat die Negativbilanz des VBE zur grün-roten Bildungspolitik als „irreführend“ entschieden zurückgewiesen. Es sei völlig unverständlich, dass der Verband die bisherigen Erfolge der Regierung seinen Mitgliedern vorenthalte. „Für Kritik sind wir offen, aber nur Miesmachen nervt. Es ist an der Zeit, dass der VBE seine eindimensionale Wahrnehmung hinterfragt“, sagte Fulst-Blei. Er verband diesen Appell mit der Einladung an die Organisation zu einem offenen Meinungsaustausch, bei dem jede Seite „gerne alles auf den Tisch bringen darf“.
Fulst-Blei verwies darauf, dass die Landesregierung seit Amtsantritt kein einziges Lehrerdeputat abgebaut habe. Trotz rückläufiger Schülerzahlen im Schuljahr 2012/2013 habe man die „demographische Rendite“ in Höhe von rechnerisch 3.300 Stellen im System belassen und so die Unterrichtsversorgung gestärkt. Ebenso seien 700 Deputate, die durch Beschlüsse der Vorgängerregierung eingesetzt, aber nicht durchfinanziert waren, erhalten geblieben.
Fulst-Blei nannte ferner die Krankheitsreserve, die landesweit um 200 Vertretungsstellen erhöht worden sei. Den Realschulen habe Grün-Rot jährlich 1,5 Poolstunden zusätzlich zur Verfügung gestellt. Zudem seien die Pädagogischen Assistenten entfristet, eine millionenschwerer Pakt mit den Kommunen zum Ausbau der Kleinkindbetreuung geschnürt und die finanzielle Beteiligung des Landes an der Schulsozialarbeit eingeführt worden.
Stuttgart, 6. Juni 2013
Martin Mendler
Pressesprecher