Energieexperte Thomas Knapp: „Wenn das Land seinen Rückstand beim Ausbau der erneuerbaren Energien beseitigen will, muss es neben der Windkraft auch den Anteil an Biogas deutlich ausbauen“

Die SPD-Fraktion unterstützt die Forderung der Biogas- und Wasserkraftverbände, die Landesregierung müsse sich wesentlich stärker engagieren für den Ausbau dieser er-neuerbaren Energien. „Wenn das Land seinen Rückstand beim Ausbau der erneuerbaren Energien beseitigen will, muss es neben der Windkraft auch den Anteil an Biogas deutlich ausbauen“, erklärt der energiepolitische Sprecher Thomas Knapp.
Um die Förderung an Biogas auszubauen, fordert die SPD seit langem, die Investoren stärker zu unterstützen, etwa durch eine bessere betriebswirtschaftliche Beratung, vor allem aber durch die Bereitstellung von Eigenkapital. Knapp betont, die L-Bank könne als stiller Gesellschafter bei der Gründung von Biogasfirmen mitwirken, um bei vielen Land-wirten den Nachteil geringer Hofgrößen und einer schlechten Ausstattung mit Eigenkapital auszugleichen. Für die L-Bank würde sich damit eine passable Rendite ergeben.
Knapp fordert, dass bei Biogas-Anlagen auch die Wärme stärker genutzt werden müsse. Dies sei bei größeren Anlagen technisch einfacher. Dörfer wie Mauenheim und andere zeigten, dass sich so über Nahwärmenetze ganze Dorfgemeinschaften billig mit Wärme versorgen ließen. Zum Ausbau solcher Nahwärmenetze sollten Pilotprojekte gefördert werden.
Für den Ausbau der Kleinen Wasserkraft sei wichtig, die bisher zersplitterten Zuständigkeiten auf drei Ministerien endlich zu bündeln und klare einheitliche Kriterien für die Genehmigung von Bau und Betrieb der Anlagen zu erreichen. Immerhin sei dank der SPD-geführten Bundesregierung mit der Novelle 2005 des Erneuerbaren Energiegesetzes die Große Wasserkraft so gestärkt worden, dass mit dem Ausbau der Laufwasserkraftwerke am Rhein deutliche Zuwächse der Stromerzeugung aus Wasserkraft erreicht würden.

Stuttgart, 22. April 2010
Dr. Roland Peter
Pressesprecher