MdL Norbert Zeller: „Längeres gemeinsames Lernen führt zu besseren Bildungschancen für alle – die CDU darf sich dieser Erkenntnis nicht länger verweigern“
Willkommen im Klub: Auch FDP nun für 6-jährige Grundschule
Die SPD fordert die Landesregierung auf, aus der OECD-Bildungsstudie 2007 die richtigen Konsequenzen zu ziehen. Zwar sei das im Bundesländervergleich relativ gute Abschneiden Baden-Württembergs erfreulich, jedoch dürfe man nicht die Augen davor verschließen, dass das Land im internationalen Vergleich nur Durchschnitt sei, sagte Norbert Zeller, Vorsitzender des Schulsausschusses im Landtag.
Die Bildungschancen eines jungen Menschen hingen in Baden-Württemberg nach wie vor in starkem Maße von seiner sozialen Herkunft ab. Verantwortlich hierfür sei die frühe Aufteilung der Kinder nach der 4. Grundschulklasse, was die OECD in ihrem Bericht zum wiederholten Male völlig zu Recht kritisiere. Mehr Chancengleichheit im Bildungswesen ließe sich nur durch längeres gemeinsames Lernen und individuelle Förderung erreichen. „Längeres gemeinsames Lernen führt zu besseren Bildungschancen für alle. Dieser Erkenntnis darf sich die CDU im Land nicht länger verweigern“, sagte Zeller.
Bereits dazugelernt habe nun auch die FDP. Zum Einschwenken ihres Fraktionsvorsitzenden Ulrich Noll auf längeres gemeinsames Lernen und auf die Einführung der 6-jährigen Grundschule sagte Zeller: „Willkommen im Klub!“ Die Erkenntnis, dass von längerem gemeinsamem Lernen alle profitierten, setze sich immer mehr durch. Zeller unterstrich, dass es mit SPD, Grünen und FDP im Landtag nun eine Mehrheit für eine Öffnung des dreigliedrigen Schulsystems gebe. Er verwies auf den SPD-Gesetzentwurf, der die 6-jährige Grundschule und daran anschließend die 4-jährige Gemeinschaftsschule vorsieht. „Wir freuen uns bei der Abstimmung im Landtag auf die FDP-Abgeordneten als neue Bündnispartner“, sagte Zeller.
Martin Mendler
Stellv. Pressesprecher