MdL Norbert Zeller: „Spitzenleute werden sich nur bewerben, wenn die Rahmenbedingungen einem Spitzenjob gerecht werden. Es müssen 50 Prozent der Arbeitszeit für die Leitung frei bleiben“

Die SPD-Landtagsfraktion unterstützt die Bildungsgewerkschaft GEW in ihrer Forderung, die Rahmenbedingungen für Schulleitungen zu verbessern und dadurch diesen Beruf für Stellenbewerber interessanter zu machen. „Spitzenleute werden sich nur bewerben, wenn die Rahmenbedingungen auch einem Spitzenjob gerecht werden. Es müssen 50 Prozent der Arbeitszeit für die Leitung frei bleiben“, verlangte der SPD-Bildungsexperte Norbert Zeller, Vorsitzender des Schulausschusses im Landtag.

Zeller verwies darauf, dass die pädagogischen und organisatorischen Aufgaben der Schulleitungen in den letzten Jahren deutlich gestiegen seien. Diesem Umstand müsse die Landesregierung Rechnung tragen. „Die Schulleiterinnen und Schulleiter brauchen mehr Zeit für ihre eigentlichen Führungsaufgaben“, so Zeller. Darüber hinaus bräuchten sie mehr Kompetenzen bei der Personalführung.

Zeller bezeichnete die Qualifikation der Schulleitung als einen wichtigen Erfolgsfaktor für eine gute Schule. Umso bedenklicher sei es, wenn immer weniger geeignete Bewerberinnen und Bewerber für vakante Schulleitungsstellen zu finden seien. Zeller forderte von der Landesregierung ein Konzept zur Rekrutierung von Führungspersönlichkeiten für die Leitung einer Schule.

Norbert Zeller: „Das Berufsbild muss attraktiver werden. Dazu gehört mehr Zeit für die Leitungsaufgaben. Anstatt im Verwaltungskram zu ersticken, brauchen die Schulleitungen mehr Luft, um die Schulentwicklung vorantreiben und das pädagogische Profil ihrer Schule schärfen zu können.“


Martin Mendler
Stellv. Pressesprecher