Sascha Binder, stellvertretender Vorsitzender und innenpolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, zur Bilanz der Hinrunde der Fußballsaison 2018/2019:

„In dieser Bilanz sehe ich definitiv keinen Grund zur Freude. Wie Innenminister Thomas Strobl angesichts von 55 Verletzten davon sprechen kann, dass die Stadionallianzen sich absolut bewährt haben, ist unbegreiflich. Wenn die Reduzierung von Einsatzstunden der Polizei mit einer Zunahme von Verletzten einhergeht, dann ist das sicherlich kein Erfolg. Ich möchte in diesem Zusammenhang an das Spiel zwischen SV Waldhof Mannheim und KFC Uerdingen im Mai 2018 mit 45 Verletzten erinnern. Dieses Spiel hat eindrucksvoll gezeigt, dass die Stadionallianzen bei problematischen Spielen nicht greifen. Ich bleibe dabei, dass die DFL sich an den angefallenen Polizeikosten im Rahmen von Fußballspielen beteiligen muss. Das wäre ein Ansporn für die DFL, sich noch stärker von Gewalttätern unter den Fans zu distanzieren und entsprechend notwendige Präventionsmaßnahmen zu verstärken. Dem Innenminister fehlt für diesen Schritt aber weiterhin augenscheinlich der Mut, und das obwohl das Bremer Oberverwaltungsgericht bereits entschieden hat, dass ein Bremer Gebührenbescheid an die DFL rechtskräftig ist. Strobl verpasst damit die Chance zu zeigen, dass ihm die Verbesserung der Sicherheit in baden-württembergischen Fußballstadien tatsächlich wichtig ist.

Stuttgart, 4. Januar 2019

Heike Wesener
Pressesprecherin

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Sascha Binder
Stellvertretender Fraktionsvorsitzender