MdL Dr. Frank Mentrup: „Das gemeinsame Lernen der Kinder in der Grundschule ist ein Erfolgsmodell, das nach der vierten Klasse weitergehen muss, um bessere Bildung für alle zu ermöglichen“

Das gute internationale Abschneiden Baden-Württembergs bei der IGLU-E-Studie belegt nach Ansicht der SPD-Landtagsfraktion einmal mehr, dass das gemeinsame Lernen von Kindern Früchte trägt. „Das gemeinsame Lernen der Kinder in der Grundschule ist ein Erfolgsmodell, das nach der vierten Klasse weitergehen muss, um bessere Bildung für alle zu ermöglichen“, sagte Dr. Frank Mentrup, bildungspolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion. „Die 10-Jähringen sind in Baden-Württemberg bei IGLU international in der Spitzengruppe, die 15-Jährigen rutschen bei PISA ins Mittelmaß ab – das kann nicht an der Begabung und der Leistungsbereitschaft der Kinder liegen“, ergänzte Dr. Mentrup.

Kultusminister Rau müsse aus den Ergebnissen der neuen IGLU-Studie nun rasch die richtigen Konsequenzen ziehen und sich von seinem Dogma der frühen Trennung der Kinder nach der 4. Grundschulklasse verabschieden.

Der SPD-Bildungsexperte warnte zugleich vor einem Abrutschen Baden-Württembergs ins Mittelfeld im Vergleich mit den anderen Bundesländern. „Die Leseleistungen in Baden-Württemberg stagnieren bei 550 Punkten, während beispielsweise Thüringen seit der letzten Untersuchung von 552 auf 564 Punkte zugelegt hat“, so Dr. Mentrup. Ein Land wie Rheinland-Pfalz, das seit über einem Jahrzehnt konsequent und flächendeckend die frühkindliche Förderung ausgebaut habe, läge vor Baden-Württemberg in der Spitzengruppe, und das auch bei PISA.

Dr. Mentrup: „Kultusminister Rau darf sich mit einem Platz im nationalen Mittelfeld nicht begnügen. Die Rezepte für den Weg an die Spitze sind klar: Konsequente Aufwertung frühkindlicher Bildung, individuelle Förderung jedes Kindes, innovative pädagogische Konzepte und bessere Lehr- und Lernbedingungen auch an den Grundschulen.“


Martin Mendler
Stellv. Pressesprecher