MdL Sabine Wölfle: „Sowohl der Frauenanteil bei den Kandidaten für die Gemeinderäte als auch bei den Gewählten hat sich weiter erhöht. Grüne und SPD tragen dazu überdurchschnittlich bei“
Die frauenpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Sabine Wölfle, hält es für ein bedeutsames Signal, dass die Frauen bei den Kommunalwahlen 2014 ihre Aufholjagd gegenüber den Männern fortgesetzt haben, auch wenn unter dem Strich noch deutlich Luft nach oben bestehe. „Sowohl der Frauenanteil bei den Kandidaten für die Gemeinde-räte als auch bei den Gewählten hat sich weiter erhöht. Grüne und SPD tragen dazu überdurchschnittlich bei“, sagte Wölfle.
Nach Angaben des Statistischen Landesamts ist der Frauenanteil unter den Kandidaten für die Gemeinderäte im Vergleich zu 2009 um 1,8 Prozentpunkte von 28,7 Prozent auf 30,5 Prozent gestiegen. Während die Grünen mit einem Frauenanteil von 46,6 Prozent glänzen konnten, fällt auch der Anteil der Bewerberinnen bei der SPD mit 35,7 Prozent klar überdurchschnittlich aus. Bei den gewählten Frauen stieg die Quote gegenüber der letzten Wahl um 1,9 Prozentpunkte auf 23,9 Prozent. Die Grünen (44,8 Prozent) und die SPD (33,3 Prozent) lagen hier erneut an der Spitze.
Wölfle will nun mit einem Berichtsantrag (Drs. 15/5271) den Ausgang der Wahlen wieder zum Thema im Landtag machen. Insbesondere fragt sie nach der Verantwortung der die Listen aufstellenden Parteien oder Vereinigungen. „Diese verhöhnen den Willen des Gesetzgebers, wenn sie immer noch Wahlvorschläge einreichen, auf denen ausschließlich oder fast ausschließlich Männer verzeichnet sind“, so Wölfle. Die statistischen Befunde zeigten ganz klar, „welche Parteien und Vereinigungen bei der Frauenförderung noch allerhand Hausaufgaben zu erledigen haben“. Für die nächsten Wahlen sei es zudem wichtig, dass Frauen weiter selbstbewusst an ihrem Bekanntheitsgrad vor Ort arbeiten, um auch bei den Wahlchancen auf Augenhöhe mit den Männern zu kommen.
Stuttgart, 10. Juni 2014
Martin Mendler, Pressesprecher