Antrag - Sportstättenförderung

Mit dem Solidarpakt Sport III hat die grün-rote Landesregierung in Zusammenarbeit mit den Sportverbänden eine nachhaltige Grundlage für die Förderung des Breiten- und Spitzensports in Baden-Württemberg verhandelt. Dass die grün-schwarze Landesregierung den in 2015 unterzeichneten Solidarpakt Sport III übernommen und mit der Umsetzung begonnen hat, spricht ebenso für die hohe Qualität des Abkommens wie dessen Anerkennung aus anderen Bundesländern. Wir wollten wissen, wie es um die Sportstätten und Schwimmhallen im Land bestellt ist. Die Antwort auf unsere Anfrage zeigt, dass die Landesregierung den Bau und die Sanierung von Sportstätten im Land nicht ausreichend fördert!

Gernot Gruber, sportpolitischer Sprecher: „Grün-Schwarz darf sich im Bereich der Sportstättenförderung nicht auf den Erfolgen der letzten Legislatur ausruhen. Unter SPD-Kultusminister Andreas Stoch war der Solidarpakt Sport III verhandelt worden, womit sich unter anderem die Bewilligungsquote beim Sportstättenbau enorm verbessert hat, auf aktuell 62 Prozent. Trotzdem können jedes Jahr 1.500 Anträge nicht bewilligt werden – das ist zu viel!

Das Rad dreht sich auch in anderen Bereichen weiter und so steigen die Anforderungen für nationale, europäische und internationale Wettbewerbe stetig. Der Landessportverband Baden-Württemberg e.V. (LSV) hatte bereits im Rahmen der Verhandlungen zum Doppelhaushalt darauf aufmerksam gemacht, dass Baden-Württemberg längst kein attraktiver Austragungsort mehr ist. Als konkrete Beispiele benennt der LSV den Mangel an bzw. den Zustand von Schwimmhallen mit 50 Meter-Bahnen, Stadien für Leichtathletik, Skischanzen sowie Handballhallen. Kultusministerin Susanne Eisenmann stellt sich selbst eine Lizenz zum Nichtstun aus, indem sie diese Problemanzeige ignoriert.

Gleiches gilt für den schlechten Zustand oder sogar die Schließung vieler Schwimmbäder im Land. Über ein eigenes Förderprogramm nach dem Vorbild anderer Bundesländer denkt man in der grün-schwarzen Landesregierung nicht einmal nach, obwohl Schwimmverbände eindringlich warnen, dass immer mehr Kinder nicht richtig schwimmen können.“

Ansprechpartner

Ehret Fraktion
Jana Ehret
Beraterin für Bildung, Jugend und Sport