MdL Alfred Winkler: „Die Landesregierung muss endlich begreifen, dass ein Nebeneinander von konventioneller und gentechnischer Landwirtschaft nicht machbar ist“

Die von Agrarminister Peter Hauk (CDU) verkündete Erhöhung der Mindestabstände zu Nachbarfeldern beim Anbau von gentechnisch verändertem Mais von 50 auf 150 Meter ist in den Augen der SPD-Landtagsfraktion ein Holzweg. „Die Landesregierung muss endlich begreifen, dass ein Nebeneinander von konventioneller und gentechnischer Landwirtschaft nicht machbar ist. Was nicht zusammen passt, gehört auch nicht zusammen“, erklärte der Abgeordnete Alfred Winkler, agrarpolitischer Sprecher der SPD-Land­tagsfraktion.

Ergebnisse von Forschungsprogrammen zeigten im Gegenteil, dass selbst in großen Abständen noch immer Gehalte von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) auftauchten, was sicher auch von Wind und Wetter stark beeinflusst werde.

Da es nicht dauerhaft hingenommen werden könne, dass einzelne Landwirte mit dem Anbau von GVO allein wegen geringer betriebswirtschaftlicher Vorteile die Anbauflächen ihrer konventionell oder biologisch arbeitenden Nachbarn kontaminieren, soll nach Ansicht Winklers auf den Anbau gänzlich verzichtet werden.

Winkler forderte Landwirtschaftsminister Hauk auf, endlich im Interesse von Landwirten und Verbrauchern zu handeln und sich hinter die Initiativen für gentechnikfreie Anbauregionen zu stellen. „Gentechnikfreie Landwirtschaft könnte zu einem echten Markenzeichen des Landes Baden-Württemberg werden“, sagte Winkler.

Martin Mendler
Stellv. Pressesprecher